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Donnerstag, 17. Mai 2012




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600 Tonnen Stahl verbinden Lauenförde und Beverungen

Im Mai 1950 wurde mit kirchlichem Segen die neue Brücke für den Verkehr freigegeben.

Beverungen (19.04.03). Wenn am Dienstag nach Ostern die Weserbrücke zwischen Lauenförde und Beverungen für acht Monate gesperrt wird, wird den Menschen in der Region erst so richtig bewusst werden, wie wichtig diese Verbindung über die Weser ist. Wie eine Klammer für fast 10.000 Menschen sorgt sie für die schnelle Verbindung zwischen Niedersachsen und Westfalen. Seit 101 Jahren gibt es diese Brücke. Die heutige Brücke, die jetzt eine neue Fahrbahndecke bekommt, stammt allerdings aus dem Jahr 1950.

Die 1902 errichtete Brücke war eine reine Stahlbrücke, die drei Bögen hatte. Die Fahrbahntafel war damals angehängt, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der fortschrittlichsten Techniken war. Allerdings war der dreibogigen Brücke keine lange Lebenszeit beschieden. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges sprengten deutsche Truppen die Brücke, um die vorrückenden amerikanischen und britischen Soldaten aufzuhalten. Allerdings war diese Aktion vollkommen nutzlos.
Schon vier Jahre nach Kriegsende wurde mit dem Neubau der Weserbrücke begonnen. Am 19. April 1949 wurde die Baustelle eingerichtet und die Firmen Wittrock und Knop aus Höxter sowie die Firma Wältermann (Hamm) und das Dortmunder Unternehmen Jucho begannen mit den Bauarbeiten. Die neue Weserbrücke war als Stahlträgerbrücke mit durchlaufenden Vollwandträgern auf insgesamt sechs Stützen geplant. Zusätzlich gab es einen Bogen über den Fluss. Die Widerlager und Pfeiler, auf denen die Stahlkonstruktion ruht, sind aus Beton, die zusätzlich mit Wesersandstein verkleidet wurden. Fest verbunden ist die Stahlkonstruktion auf der Lauenförder Seite mit dem Widerlager. Um Änderungen der Lage durch Temperaturschwankungen und Lasteinwirkungen aufnehmen zu können, ist der Stahlüberbau im weiteren Verlauf mit beweglichen Auflagern versehen. Die Pfeiler sind zwischen 32 und 35 Meter voneinander entfernt. Über die Weser hinweg beträgt die so genannte Stützweite 65 Meter. Die Lage der Brücke über der Weser bestimmt sich daraus, dass mindestens 4,50 Meter schiffbare Höhe vorhanden sind. Die Fahrbahn besteht aus 18 Zentimeter starken Stahlbetonplatten, die heute der Grund dafür sind, dass die Brücke von Grund auf renoviert werden muss. Die Fugen zwischen den einzelnen Platten konnten niemals komplett abgedichtet werden, so dass Feuchtigkeit auf die Trägerkonstruktion einwirken konnte und für Rost sorgte. Gekostet hat der Neubau der Brücke 1949 und 1950 fast 700.000 Mark. Dabei wurden 600 Tonnen Stahl für die Brücke, sowie 1.130 Kubikmeter Beton und 315 Kubikmeter Wesersandstein verbaut. Hatte es damals noch 13 Monate gedauert, bis die Brücke fertig war, sollen die Sanierungsarbeiten im Dezember beendet sein. (fhm)

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Täglicher Anzeiger Holzminden

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