Kreis Holzminden (27.10.07). In diesen Wochen häufen sich die Berichte im TAH, in denen Vereine und Verbände aus dem Kreis Holzminden über ihre Reisen in Deutschland oder gar darüber hinaus berichten. Dass ein Bewohner aus dem Kreisgebiet über eine Tour in seinem „liebenswerten Kreis”, der „Schatzkammer des Weserberglandes” berichtet, ist dagegen eher ungewöhnlich. „Wir haben schon spektakulärere Landschaften auf dieser Welt gesehen, aber auch unsere Region hat so seine Reize und lädt zu einem Kurzurlaub ein”, meint Bernd Hotopp aus Mainzholzen, der zusammen mit seiner Frau Marlies eine viertägige Wandertour mit dem Gepäck auf dem Rücken über die Höhenzüge des Hils, Ith und Vogler unternahm. „Die Idee einer mehrtägigen Tour hatte ich schon lange, nun endlich haben wir uns auf den Weg gemacht”, sagt der Wanderfreund, der mittlerweile auch zur Generation „50 Plus” gehört.
Im Gegensatz zu dem Raabeweg (60 Kilometer, drei Etappen von Eschershausen nach Fürstenberg), zum Pilgerweg (300 Kilometer, 17 Etappen von Loccum nach Volkenroda) oder zum Weserbergland-Wanderweg sollte es eine Rundtour werden. Möglichst viele der Aussichtstürme sollten als „Highlights” miteinander verbunden werden und Unterkunftsmöglichkeiten direkt am Weg liegen.
„Es wird einiges getan, um den Tourismus in unserer Region wieder stärker zu beleben, auch ich möchte mit diesem Projekt einen Beitrag leisten”, sagt Hotopp, der sich die Bewohner des norddeutschen Flachlandes als mögliche Interessenten für derartige Freizeitaktivitäten vorstellen kann. Als Startpunkt wurde Stadtoldendorf gewählt, um aus ökologischen Gründen die Anreise per Bahn zu favorisieren. Mit dem Niedersachsen-Ticket kann so eine fünfköpfige Gruppe aus Niedersachsen für derzeit 26 Euro anreisen.
Geplant wurde die Tour mit Hilfe der TOP50-CD, diese beinhaltet die amtliche digitale Topographische Karte im Maßstab 1:50.000. Bernd Hotopp, verbrachte einige Abendstunden an seinem Notebook, bis er den idealen Verlauf gefunden hatte. „Durch meine Ortskenntnis fiel es mir leichter, von der Grobplanung bis zur endgültigen Festlegung die geeignete Wegführung am Computer ausfindig zu machen, und den geplanten Verlauf in einem Overlay zu speichern”, erklärt der Vermessungsingenieur, der viele Jahre im vermessungstechnischen Außendienst als Topograph tätig war und daher fast jeden Quadratkilometer im Kreis Holzminden kennen gelernt hat.
Mit der TOP50-CD konnten die Länge und die Höhenprofile der einzelnen Etappen ermittelt und eine Übersichtskarte (siehe Bild) sowie die Wanderkarte im Maßstab 1:50.000 mit dem Verlauf der geplanten Route ausgedruckt werden. Zusätzlich wurden die vier Etappen der Rundtour auf zwei GPS-Empfänger übertragen. „Ich wollte bei der Gelegenheit die unterschiedlichen Typen der Navigationsgeräte testen”, betont der Geodatenexperte.
„Das Buchen der Quartiere bereitete keine Probleme, und ich war angenehm überrascht von der Qualität der Pensionen und der Freundlichkeit der Gastwirte”, resümiert Bernd Hotopp. Die Preise waren in Ordnung. Für die Übernachtung mit Frühstück, Wegverpflegung und Abendessen sind ungefähr 35 Euro pro Person und Tag einzuplanen. Die zehn bis zwölf Kilogramm Gepäck auf dem Rücken hatten es in sich”, meint Marlies Wehrmann-Hotopp. Aber auch hier haben die Gastronomen Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf für Wanderer einen Gepäcktransport zu organisieren.
Wer darüber hinaus noch mehr erleben (und ausgeben) möchte, der kann das bei diesem Tourverlauf in Abhängigkeit vom Wetter und der Jahreszeit tun. Eine Fahrt mit einem Geländewagen im Mammut-Freizeitpark, ein Segel- oder Motorflug auf dem Ith oder eine Fahrt mit einer Draisine im Lennetal bieten sich an. Ein zusätzlicher Tag an der Weser könnte mit einer Kanufahrt oder einer Hydrobike-Tour bei Bodenwerder, der Besichtigung der Münchhausenstadt und dem Besuch der Sommerrodelbahn verbunden werden. Ein Höhepunkt wäre auch noch eine Fahrt mit einem Heißluftballon über die interessante Mittelgebirgslandschaft. Mit den GPS-Navigationsgeräten könnte man ganz nebenbei auch noch auf Schatzsuche gehen, um das „Gold des Weserberglandes” zu finden. Nach erfolgreicher Suche können die Geocacher auf einer Bank Platz nehmen, die herrlichen Ausblicke genießen und dann mit den Produkten der regionalen Brauerei den Durst löschen, ohne die „Schatzkiste” vorher geschleppt zu haben. Kann es da noch etwas Schöneres geben? Dass ist natürlich nur eine Idee. „Wer Interesse an dieser Tour hat, kann von mir die Tourenkarte mit Beschreibung und den GPS-Track bekommen”, unterstreicht Bernd Hotopp, der diese Rundtour in naher Zukunft in das Freizeitportal www.geolife.de einstellen will. Anfragen sind per eMail unter Bernd.Hotopp@online.de möglich (hot).







