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Donnerstag, 17. Mai 2012




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Hinter dem Bauzaun verbirgt sich ein neues Schloss-Erleben

Dr. Leiber zeigt dem TAH, wie repräsentativ der neue Haupteingangsbereich des Schlosses bereits im Rohbau wirkt.

Bevern (25.02.06). Besenrein haben die Maurer die Räume hinterlassen. Seit Sommer 2005 haben sie Fachwerk freigelegt, neue Wände eingezogen, große Stahlträger eingesetzt und ein Treppenhaus samt Fahrstuhlschacht gebaut. Vor kurzem sind sie abgerückt - und es tut sich (mal wieder) nichts auf der Baustelle für die Erlebniswelt Renaissance im Schloss Bevern. Frustriert darüber wirkt „Hausherr“ Dr. Christian Leiber, Leiter des Kulturzentrums Weserrenaissance-Schloss Bevern, dennoch nicht - im Gegenteil. Gern zeigt er dem TAH den fertigen Rohbau, der tatsächlich bereits erahnen lässt, wie repräsentativ sich das Schloss eines Tages seinen Besuchern öffnen wird.

Eines Tages - wann wird das sein? Dazu will inzwischen niemand mehr konkrete Vorhersagen machen, zu viele Termine sind bereits „geplatzt“. Und auch derzeit gibt es wieder eine Verzögerung. Nachdem sich die EWR im Herbst von der Partnerfirma m.a.k. getrennt hat, mussten rechtliche Fragen geklärt werden. Die betrafen auch Leistungen beim Umbau des Westflügels im Schloss Bevern. Statt direkt nach den Maurern mit dem Innenausbau beginnen zu können, gibt es nun wieder einen Leerlauf. Der soll aber nicht mehr lange dauern, die ersten Ausschreibungen laufen bereits. Dr. Leiber rechnet damit, dass im zeitigen Frühjahr die Heizungsbauer, Maler und Elektriker (nach und nach natürlich) anrücken werden. Er hofft, dass sich die Arbeiten im Foyer so gestalten lassen, dass dieser Bereich vorzeitig „freigegeben“ werden kann. Momentan engt eine Bretterwand den kleinen Vorraum vor der Schlosskapelle noch weiter ein - das ist nicht nur bei Veranstaltungen unschön, sondern auch bei Hochzeiten in der Kapelle.
Während der „Schlossherr“ das erzählt, schweift der Blick durch das großzügige Erdgeschoss. Leicht vorstellbar, wie hier einmal ganze Busgesellschaften das Schloss betreten und nach oben strömen in die Räume der EWR. Dort bleibt viel Fachwerk stehen - es grenzt die verschiedenen Themeninseln, die die Lebensstationen des Schloss-Erbauers Statius von Münchhausen schildern, voneinander ab. Danach kommen die Gäste wieder hinunter ins Foyer, biegen bestimmt noch nach rechts in das Tourismusbüro samt EWR-Shop ein. Und so mancher wird im Schloss-Restaurant gegenüber einkehren...
Ein Szenario, das näher gerückt ist. Sicher werden noch Monate vergehen, bevor der Innenausbau vollendet ist. Zumal viele Details, die die Denkmalschützer für erhaltenswert erachten, berücksichtigt werden müssen. Die EWR bezahlt sogar eine restauratorische Befundermittlung, damit ja nichts übersehen wird.
Ganz zum Schluss wird die EWR-Technik installiert. Mittlerweile soll sie auf dem besten Wege sein, endlich zu 100 Prozent zu funktionieren, verlautet aus der Zentrale in Hameln. Bevern wird also mit großer Wahrscheinlichkeit ein System ohne Macken bekommen! Dr. Leiber freut sich darauf, er kennt das Drehbuch für die Statius-Geschichte und bezeichnet es als „tolles Konzept“ (rei).

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