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Donnerstag, 17. Mai 2012




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Wo stehen Anna, Carina und Maria bei „Heidi“?

Versprochen, es geht wieder bunt und fröhlich zu in der Revue „Der Nächste bitte“. Foto: peu

Fürstenberg (06.11.2010). Heute Abend ist es endlich soweit. Für das Ensemble des Schlosstheaters Fürstenberg ist es der Höhepunkt der heißen Phase: Heute Abend erlebt die neue Revue, die den Titel „Der Nächste bitte“ trägt und sich mit Namen in der Musik beschäftigt, ihre Ppremiere. Die Erwartungen an die erfahrenen Sänger und Tänzer sind hoch: Die ersten elf der insgesamt 22 bis Februar 2011 geplanten Aufführungen der Revue sind bereits ausverkauft. „Das ist für uns ein besonderer, zusätzlicher Anreiz“, erzählt Bärbel Mihm, die zusammen mit Wulf Dominicus und Sarah Müller für die Regie der flotten Musikshow verantwortlich zeichnet. Der TAH erhielt die Gelegenheit, das Ensemble bei seinem letzten Probenwochenende zu besuchen und einen Blick auf die Vorbereitungen zu werfen. Im Saal des Schlosses Fürstenberg ist eines überhaupt nicht spürbar: Aufregungen oder gar Lampenfieber. Stattdessen herrscht eine familiäre Atmosphäre, es wird gescherzt und geflachst, ganz ohne Druck, stets mit Spaß und Freude. Kein Wunder also, dass viele der Akteure dem Schlosstheater Fürstenberg seit Jahren die Treue halten und immer wieder gern in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Das letzte Wochenende vor der Premiere hat es in sich: Vier Tage wird geprobt, werden Kostüme probiert, Änderungen vorgenommen – und immer wieder bittet Bärbel Mihm zum Vorsingen und Tanzen. Sie beäugt mit kritischem Blick jeden Schritt, gibt Hilfestellung und Tipps, steckt zu lange Hosenbeine ab, reicht ihren Schützlingen als Imbiss Brötchen und Kaffee. Und sie klärt die wichtigen Fragen: Auf welches Stichwort soll der Ziegenpeter alias Björn Schwarzer auf die Bühne kommen, wo stehen Anna, Carina und Maria, wenn sie den Refrain zu „Heidi“ schmettern? Bärbel Mihm kennt die Antworten, schließlich ist sie seit Jahren mit der Regiearbeit der Revuen betraut, kennt ihre Akteure und den Ablauf genau.
„Wir haben im August mit der Ausarbeitung und den ersten Proben zum neuen Stück begonnen“, erzählt Mihm und berichtet von der Idee zu „Der Nächste bitte“. Namen kommen in vielen Liedern vor, ob Schlager oder aktueller Charthit – immer wieder werden „Joanna“, „Alice“ oder gar „Lena“ besungen. „Und längst nicht nur Frauen“, weiß Mihm. Dereinst, lang vor dem Euro-Zeitalter, forderte Wencke Myhre „Eine Mark für Charlie“. Grund und viel Stoff genug, um den Besungenen eine ganze Revue zu widmen. „Zuerst ist die Grundidee, das Motto da, dann setzen wir uns zusammen, sammeln Liedvorschläge, überlegen, zu welchem Ensemblemitglied welcher Titel passen könnte“. Und bei der Auswahl verfährt Bärbel Mihm nach strikten Kriterien: „Das Lied muss revuetauglich sein“, weiß sie, und „für jeden Besucher – egal welchen Alters - müssen wir etwas bieten, den Oldie genauso, wie aktuelle Hits.“ So entsteht die besondere Mischung, die die Auftritte des Schlosstheaters seit Jahren zu echten Höhepunkten macht. Der große Publikumserfolg gibt ihnen Recht. Stets ist die Aufführung nicht nur hörens- sondern auch sehenswert. Bunte Kostüme, witzige Accessoires und ausgefallene Perücken – „das meiste bestelle ich im Internet“, erzählt Bärbel Mihm. „Oft brauchen wir zehnmal das gleiche Kleid und die Auswahl im Netz ist riesig.“ Selbstgenäht wird kaum noch, jedoch wird zum Kürzen von Hosen oder Anpassen der Kleider dann selbst zu Nadel und Faden gegriffen. Zwei neue Mitglieder hat das Ensemble, darunter die erst 14-jährige Susanne Braun aus Lüchtringen. „Sie ist unser Küken“, sagt Bärbel Mihm. Doch sonst ist alles – im positivsten Sinne beim Alten – auch in der neuen Revue wird Wulf Dominicus die Moderation übernehmen und dabei sicher nicht den Kontakt zum Publikum scheuen. Es ist schon fast Kult, wenn Dominicus mit dem Mikrofon durch die Reihen zieht und zum kurzen Gespräch bittet. Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, welche bekannten Melodien sie in „Der Nächste bitte“ erwartet, und auch das Ensemble um Bärbel Mihm fiebert dem heutigen Premierenabend entgegen. Schließlich heißt es dann wieder: „Vorhang auf und Bühne frei!“ Für die Aufführungen ab dem 16. Januar sind noch Karten auf der Internetseite www.schlosstheater.de oder unter der Telefonnummer 05273/88889 erhältlich. (peu)

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