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Mittwoch, 24. Mai 2017

Archivierte Meldung

Mittwoch, 27. Juli 2005

Radeln zwischen Weser und Kiesteichen

Reileifzen (28.07.05). Es gilt als eines der schönsten Teilstücke des Weserradwegs, das Landrat Walter Waske gestern einweihte. Idyllisch zwischen Weser und Kiesteichen, mitten durch ein Landschaftsschutzgebiet, verläuft das neue, rund 3,5 Kilometer lange Teilstück zwischen Reileifzen und der Domäne Heidbrink.

Landrat Walter Waske gibt die Strecke frei.

Bislang waren Radfahrer zwischen Forst und Reileifzen gezwungen, ein Stück der Kreisstraße 25 zu benutzen. Nicht ganz ungefährlich, wegen des Straßenverkehrs und auch wegen der Gefällstrecke im Bereich „Brille” vor Reileifzen. Die neu geplante Route verläuft ab der Domäne Heidbrink erst über vorhandene Wirtschaftswege zur Trasse des Treidelpfades an der Weser und mündet unterhalb von Reileifzen in den vorhandenen Weserradweg ein.

Während die Bauzeit weniger als zwei Monate dauerte, musste für die Planung erheblich mehr Zeit investiert werden. Denn beim Bau musste man berücksichtigen, dass der Radweg das regelmäßige Weserhochwasser unbeschadet übersteht, außerdem verlaufen etwa 700 Meter Radweg durch ein Naturschutzgebiet. „Dafür müssen wir dem Umweltminister Dank aussprechen, der dieses Vorhaben genehmigt hat”, formulierte es Waske bei der Freigabe. Ein weiterer Dank gilt auch den Grundstückseigentümern, die ihre Flächen für den Radweg zur Verfügung gestellt haben.

Entstanden ist ein landschaftlich sehr reizvolles Teilstück für den beliebten Weserradweg. Während auf der einen Seite dicht die Weser vorbeifließt, sind auf der anderen Seite die ehemaligen Kiesteiche zu bewundern. Hinweisschilder machen darauf aufmerksam, dass es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt. Hier leben seltene Vogelarten, die nicht gestört werden sollten.

Den Ausbau des Teilstückes hat sich der Landkreis rund 250.000 Euro kosten lassen, die Hälfte davon wird aus EU-Mitteln gefördert. Ein zweiter Bauabschnitt soll im kommenden Jahr folgen, dann werden die bereits vorhandenen Wege bei der Domäne Heidbrink asphaltiert. Aber bereits jetzt ist das komplette Stück von der Fähre Polle bis zur Solarfähre Grave mit dem Rad durchgängig befahrbar. Somit gewinnt der Weserradweg auch für die Samtgemeinde Polle wesentlich an Bedeutung. „Wir können jetzt zum Beispiel Fähren-Tour anbieten”, freut sich Samtgemeindebürgermeister Willi Bost. Und auch Landrat Walter Waske unterstreicht die große Bedeutung des Radweges für den Tourismus in der Region. „Ich hoffe, es gelingt uns, dass die Gäste hier nicht nur durchfahren, sondern auch halten und das gastronomische Angebot nutzen.”

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© Täglicher Anzeiger Holzminden