Freitag, 24. November 2017

Wir über uns - Verlagschronik

1777 gilt als Geburtsjahr des "Täglichen Anzeiger". In diesem Jahr errichtet Johann Georg Herrenkind, "Hofbuchdrucker" des Abts von Corvey, eine Druckerei in Holzminden und gibt eine Zeitung heraus. Diese Zeitung hatte vermutlich aber nur wenige Jahre Bestand. Die Druckerei tritt Herrenkind später an seinen Schwager Justus Heinrich Bohn ab.

Ab Juli 1785 erscheint eine Wochenzeitung mit dem Titel "Holzmindisches Wochenblatt". In mehreren noch erhaltenen Stücken dieses Wochenblattes wird Theodor Christoph Grotian, Kollaborator der Klosterschule Holzminden, als Herausgeber bezeichnet. Als ihr Drucker wird der Buchdrucker Justus Heinrich Bohn aufgeführt. Große Unterstützung fand die Zeitung durch den Abt Johann Friedrich Häseler. Grotian ist bis 1786 als Lehrer an der Klosterschule in Holzminden tätig. Ihm folgt als Herausgeber der Postbeamte August Heinrich Raabe, Großvater des Dichters Wilhelm Raabe. Auch nach seiner Versetzung nach Braunschweig im Jahre 1788 veröffentlicht Raabe weiterhin Beiträge im "Holzmindischen Wochenblatt". Als neuer Herausgeber des "Holzmindischen Wochenblattes" wird Heinrich Friedrich Wiedemann genannt.

Das "Holzmindische Wochenblatt" wird 1795 zunächst eingestellt. Ab 1797 erscheint es - jedoch unter einem anderen Namen - wieder. In der Folgezeit finden weitere Titeländerungen statt - letzter Titel dieser Zeitung ist "Holzmindener Kreisblatt". Carl Hüpke gibt den 3x wöchentlich erscheinenden "Holzmindener Anzeiger" heraus. Er war mit seiner Familie Mitte des Jahrhunderts nach Holzminden gekommen und hatte im Königschen Haus am Markt eine Druckerei errichtet. Nach dem Ende des Deutsch- Französischen Krieges erscheinen die ersten Probenummern einer Tageszeitung in Holzminden. Initiator der Zeitung ist Carl Hüpke. Nach einigen Titeländerungen wird schließlich der Titel "Täglicher Anzeiger" beibehalten. Die Zeitung erscheint auch sonntags. Schon kurze Zeit später siedelt der Verlag in die Böntalstraße um.

1908 übernimmt  Hugo Hüpke den "Täglichen Anzeiger". Hugo Hüpke erwirbt das "Holzmindener Kreisblatt" und vereinigt es mit dem "Täglichen Anzeiger". Hierdurch wird die direkte Verbindung zwischen dem "Täglichen Anzeiger" und der ältesten Holzmindener Zeitung hergestellt. 

Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Hans-Joachim Hüpke 1932 die Leitung des Verlages. 

Im Februar 1933 wird der Zeitung die Eigenschaft eines Amtsblattes für die Behörden der Kreisstadt Holzminden entzogen. In der  Folgezeit unterbinden die nationalsozialistischen Machthaber des öfteren das Erscheinen einzelner Nummern der Zeitung.

Im Herbst 1943 wird die Zeitung enteignet. Lediglich der Satz und Druck verbleiben im Haus. Bis 1945 erscheint in Holzminden nur noch die nationalsozialistische "Niedersächsische Tageszeitung".

Im Herbst 1949 erscheint der "Tägliche Anzeiger" wieder regelmäßig. Zu dieser Zeit liegt die Leitung des Verlages - wie auch schon während des Krieges - in den Händen von Frau Erna Hüpke, der Frau von Hans-Joachim Hüpke. 

1960 stirbt Hans-Joachim Hüpke. Sein Schwiegersohn Kuno Mahnkopf übernimmt als Chefredakteur und Geschäftsführer die Geschicke des Verlages.

1970 übernimmt der "Tägliche Anzeiger" die in Holzminden erscheinende Ausgabe der "Hannoverschen Presse". 

Im November 1977 erscheint die erste Ausgabe der Wochenzeitung "Schaufenster". 

Am 21. August 1985 erfolgt die Grundsteinlegung für das neue Druck- und Verlagszentrum in der Zeppelinstraße 10. Dessen letzter Bauabschnitt wird im Oktober 1987 eingeweiht. 

Seit Anfang März 1987 wird die Zeitung auf einer Uniman 4/2 von MAN gedruckt. Anstatt wie bisher im Hochdruck wird sie jetzt im Offset-Druck hergestellt.

1993 übernimmt Constanze Mahnkopf als Mitherausgeberin die Geschäftsführung des Verlages. Im Frühjahr erfolgt die Einführung eines elektronischen Redaktionssystems. 

Seit 1998 wird das Verlagsinformations- und Verkaufsanwendungssystem (SAP/VI&VA) eingesetzt. 

Im Juli 2000 erscheint  der Tägliche Anzeiger unter www.tah.de mit einer Online Ausgabe.

Im Frühjahr 2003 wird die Zeitungsproduktion auf digitale Abläufe umgestellt.

Im Oktober 2008 erscheint die erste Ausgabe von "WAS - Weserbote am Samstag".

2011 wird die neue Zeitungsrotation in Satellitenbauweise in Betrieb genommen. Sie ermöglicht einen durchgehend vierfarbigen Druck. Im Herbst wird ein neues Redaktions- und Anzeigenumbruchsystem eingeführt.

Im Frühjahr 2012 wird der in VI&VA implementierte ProCon-Anzeigenworkflow in Verbindung mit Adobe InDesign eingeführt. Durch die Webservice-basierte Anbindung des Anzeigengestaltungswerkzeuges ist es möglich, Orts- und Plattformunabhängig Anzeigensatz zu produzieren.

Im Dezember 2012 wird eine CTP-Anlage in Betrieb genommen. Der Begriff Computer to Plate (CTP) bezeichnet ein Verfahren in der Druckvorstufe, bei dem die Druckplatten vom PC aus direkt im Plattenbelichter bebildert werden. Mit den direkt bebilderten Druckplatten lassen sich hochwertigere Druckergebnisse erzeugen.

Seit Dezember 2013 erscheint der Tägliche Anzeiger zusätzlich zur Printausgabe als ePaper bereits ab 3 Uhr nachts. Diese digitale Zeitung ist von jedem Ort der Erde via Internet abrufbar und wird von den TAH-Lesern nicht nur im Urlaub gerne genutzt.

Ab Mai 2016 erscheint das ePaper des Täglichen Anzeigers bereits ab 22.15 Uhr als Vorab-Abendausgabe.

Im November 2017 wird der Online-Auftritt des Täglichen Anzeigers komplett überarbeitet und ist vollständig im Responsive- Design gestaltet.

 

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