Mittwoch, 21. Oktober 2020
Freitag, 16. Oktober 2020

Anträge: Neue Wohnstraßen in Holzminden sollen umbenannt werden

Die Erschließung ist abgeschlossen: In den neuen Straßen im Wohngebiet an der Liethstraße werden die ersten Häuser gebaut. Foto: spe

Holzminden. Die neuen Wohnstraßen sollen „Richard-Strauss-Weg“, „Franz-Lehár-Weg“, „Anton-Bruckner-Weg“ und „Gustav-Mahler-Weg“ heißen – allesamt wohlklingend und benannt nach bekannten Komponisten. Die Namensvorschläge stammen aus dem Bauamt der Stadt, Bauausschuss und Stadtrat haben ihnen 2017 einmütig zugestimmt. Das alles geschah ganz sicher wohlmeinend und im guten Glauben, nur nicht reflektiert und gut recherchiert. Entsprechend der Grundstückspreise und der aufgezwungenen Wartezeit bis zum Baustart hier oben hätten sich die Bauherren im „Komponisten-Viertel“ etwas Gediegenheit verdient. Inzwischen werden in Holzmindens Neubaugebiet an der Liethstraße nach Abschluss der Erschließungsarbeiten die ersten Häuser gebaut. Aber noch wohnt niemand hier, noch sind die Straßenschilder nicht aufgestellt. Und so wird zu diesem Zeitpunkt die Idylle empfindlich gestört. Denn es regt sich Widerstand gegen zwei der gewählten Namensgeber: Richard Strauss und Franz Lehár, die plötzlich wegen ihres Verhaltens und ihrer Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus in den Fokus der Kritik geraten. Zwei Anträge zur Umbenennung der gewidmeten Straßen liegen vor – einer der Grünen- und einer der Linken-Fraktion im Rat der Stadt Holzminden. (spe)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im TAH vom 17. Oktober