Samstag, 06. Juni 2020
Sonntag, 26. April 2020

Frau vermisst: Nächtliche Personensuche bei Golmbach

Lagebesprechung nach Mitternacht in der Feldmark bei Golmbach. Fotos: spe

Golmbach. Eine großangelegte Personensuche in Wald und Feld bei Golmbach zieht sich bis in die Nacht zu Sonntag. Gesucht wird eine etwa 40-jährige offenbar verwirrte Frau, die zuletzt am späten Abend auf einem Feldweg in der Gemarkung Drögenhagen bei Golmbach gesehen worden war. Ein Camper-Paar aus Berlin, das mit seinem Wohnmobil eine Nacht in der Natur verbringen wollte, hatte den letzten Kontakt zu der Frau, die leicht bekleidet und barfuß unterwegs war. Sie erkundigte sich nach einem Schlafplatz und entfernte sich auf dem Feldweg in Richtung Rühle. Das Paar benachrichtigte daraufhin die Leitstelle, die um 22.29 Uhr zur Personensuche alarmierte. Kräfte der Feuerwehren Golmbach, Warbsen und der Einsatzleitwagen aus Bevern eilten unter der Einsatzleitung von Dirk Siefarth, Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Bevern, zur Einsatzstelle am letzten Ort des Kontaktes, etwa drei Kilometer hinter Golmbach. Hier wurde das Einsatzzentrum eingerichtet und ausgeleuchtet. Ortskundige Kameraden der Wehr bildeten drei Suchtrupps, die die Wege absuchten und durchs Gelände streiften. Auch der angeforderte Polizeihubschrauber aus Hannover überflog das Gelände, suchte mit Wärmebildkamera die freien Flächen ab und kehrte ergebnislos nach Hannover zurück. Auch Beamte der Polizeidienststelle Holzminden beteiligten sich, später wurden die Rettungshundestaffeln BRH-Dreiländereck Holzminden und der Johanniter hinzugezogen, die sich nach Mitternacht auf die nächtliche Suche machten. Ein Wagen des Rettungsdienstes des Landkreises wartete vor Ort. Streifenwagen fuhren bis Holenberg und Rühle, abgesucht wurden Wege, Wiesen, Hochsitze, Schutz- und andere Hütten – vergeblich. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich besteht Lebensgefahr für die gesuchte Frau. Sie soll aus dem Rheingau stammen, sich in den letzten Tagen rund um Holenberg, Negenborn und Golmbach aufhalten und wiederholt nach einem Quartier gefragt haben. Bis 1.25 Uhr blieb die Suche erfolglos. Der TAH wird nachberichten. (spe)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im TAH vom 27. April