Freitag, 14. August 2020
Dienstag, 19. November 2019

Holzmindenerin reist ins Mutterland des Judo

Svea Teaßmer ist mit bleibenden Eindrücken aus Japan nach Holzminden zurückgekehrt.

Holzminden. Die Holzmindenerin Svea Teßmer trat eine spannende Reise ins Mutterland des Judo an. Gemeinsam mit fünf weiteren Athletinnen aus Niedersachsen machte Svea sich auf den Weg in die Präfektur Tokushima, der Partnerregion von Niedersachsen. Eine aufregende Zeit mit vielen neuen Eindrücken, Kultur und Training wartete auf die Schülerin des Campe-Gymnasiums.

Neben täglichen Trainingseinheiten in unterschiedlichen Schulen und einem japanischen Turnier, wurden den jungen Athletinnen von den Gastgebern ein umfangreiches kulturelles und kulinarisches Programm geboten. Jeden Tag stand typische japanische Kost auf dem Speiseplan. Schon zum Frühstück gab es Reis, Nudeln und Suppe. Die japanische Esskultur geht allerdings weit über Sushi hinaus, was die Gastgeber den jungen Damen auch gerne alles zukommen ließen. Da Japan ein sehr höfliches Land ist, wurde tapfer alles probiert, damit die Gastgeber ihr Gesicht wahren konnten. Dabei gab es positive wie auch negative Überraschungen…

Die Zeiten zwischen den Trainingseinheiten wurden genutzt, um das Land auch kulturell kennenzulernen. Neben dem Besuch des Tairyûji Tempels, dem 21. der 88 Pilgertempel, stand auch das Tanuki-Festival auf dem Programm. Dort wurden Waschbären und Füchse gefeiert, die in der japanischen Kultur als Tiere mit mystischen Kräften gelten.

Eine Performance des traditionellen Awa-Odori-Tanzes und ein japanisches Puppentheaterstück, das aufgrund des Feiertages, dem Tag der Kulturen, aufgeführt wurde, folgten ebenso wie eine Kanutour auf dem Fluss Naka, auf dem die Deutschen Kanuten für Olympia trainierten. Eine Bootsfahrt zum Naruto Gezeitenstrudel, der zu den drei größten Gezeitenstrudel weltweit zählt, durfte natürlich nicht fehlen.

Der Besuch des Deutschen Hauses in Naruto und der offizielle Empfang mit Mitgliedern der Präfektur Tokushimas rundeten den Austausch ab. Neben all diesen einmaligen Erlebnissen wird Svea besonders die Höflichkeit und überwältigende japanische Gastfreundlichkeit in Erinnerung bleiben.