Samstag, 21. September 2019
Dienstag, 10. September 2019

Stadtrat Holzminden hält an der Erlebniswelt fest

Im Stadtrat Holzminden rauchten am Dienstagabend die Köpfe. Am Ende stand die Mehrheit für die Erlebniswelt. Foto: spe

Holzminden. Der Rat der Stadt Holzminden hält an der Umsetzung einer Erlebniswelt Düfte und Aromen fest. Nach kontroverser, einstündiger Debatte hat der Rat am Dienstagabend einen Fahrplan beschlossen, mit dem das „Leuchtturmprojekt“ doch noch gerettet werden soll, nachdem sich kein Projektsteuerer gefunden hatte. Wertvolle Zeit war weiter verstrichen. Zweieinhalb Wochen lang hatte man zuletzt um neue Ideen und Lösungen gerungen, Expertise bemüht, Alternativen rechtlich prüfen lassen, um eine Realisierung im Zeitplan doch noch hinzubekommen. Politik und Verwaltung haben Köpfe rauchen lassen und Willen gezeigt, neue Wege zu finden. Es ist gelungen: Sie mündeten in mehrere Entwürfe fraktionsübergreifender Beschlussvorschläge, von denen der letzte erst unmittelbar vor der Ratssitzung im Verwaltungsausschuss zustande kam. Die Einheit im Rat ist längst dahin, Zweifler und Kritiker wollten nicht mehr zustimmen, doch der Antrag fand schließlich mit 18 zu 9 Stimmen bei zwei Enthaltungen eine Zweidrittelmehrheit im Rat.

Der Ratsbeschluss in Kürze: Die Bürgerstiftung ist wieder mit im Boot, richtet zur Begleitung eine Projektgruppe ein, der auch Mitglieder aus Rat und Verwaltung angehören. Die Mitglieder wurden benannt. Die Stadt beauftragt ein Architekturbüro zur Kostenberechnung des Gebäudes. Im Stellenplan 2020 der Stadt wird eine Architektenstelle explizit für das Gebäudemanagement ausgewiesen, so dass die Stadt nun selbst 38 Prozent der Architektenleistung übernimmt. Das Büro MuseoConsult wird mit der Erarbeitung des inhaltlichen Konzepts, der Begleitung der ersten drei Leistungsphasen, Unterstützung bei der Festlegung des Standortes und Erstellung des Förderantrags beauftragt. Die Projektgruppe soll einen Standort vorschlagen, der Verwaltungsausschuss Ende September über den Standort beschließen. Zunächst 150.000 Euro, davon 50.000 überplanmäßig im aktuellen Haushalt, werden bereitgestellt. So will die Stadt es schaffen, dass der Förderantrag bis Ende Januar 2020 bei der NBank eingereicht werden kann, um im dritten Quartal 2020 einen Förderbescheid vorliegen zu haben. Dann sollen alle weiteren Schritte folgen. Allerdings: Viele Fragezeichen bleiben, gebaut ist die Erlebniswelt noch lange nicht. Nicht zuletzt hängt die Höhe einer möglichen Fördersumme von den weiteren Umsetzungsbeschlüssen ab. Und der Zeitplan bleibt verdammt ehrgeizig. (spe)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im TAH vom 12. September

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