Montag, 22. Oktober 2018
Dienstag, 13. Februar 2018

Trautmann siegt im Chaos-Wettkampf

Gentino Trautmann, Sieger des U20-Stabhochsprungs von Leipzig stellte seine persönliche Bestleistung ein.

Holzminden. Es ist kaum anzunehmen, dass der Veranstalter des 16. Mitgas-Hallenmeetings in der Leipziger Arena mit dem Ablauf des Stabhochsprung-Wettbewerbs zufrieden war. Dass die Akteure in diesem Durcheinander kühle Köpfe bewahrten, spricht für ihre Professionalität. Dass MTV-Athlet Gentino Trautmann nicht nur Bestleistung sprang, sondern sogar auch noch den U20-Wettbewerb gewann, war unter diesen Umständen nicht zu erwarten.

Auf 16.30 Uhr angesetzt begann der Stabhochsprung-Wettbewerb mit über 45 Minuten Verspätung. Während des Einspringens fiel auf, dass die Anlage falsch aufgebaut worden war und so keinen regulären Wettkampf zuließ. Die Vorbereitung musste unterbrochen werden zum Umbau der Ständer – dies brachte viele der 25 Teilnehmer völlig aus dem Rhythmus. „Das gibt jetzt keine großen Höhen mehr!“ mutmaßte ein Berliner Trainer – und er sollte für die meisten Akteure Recht behalten. Zudem schienen die Mitglieder des Kampfgerichts selbst nicht so ganz mit den Regeln im Reinen und quälten sich darüber hinaus mit unpassendem Gerät beim schier endlos dauernden Wieder-Auflegen der Sprunglatte. „Peinlich war noch eine der vornehmeren Bezeichnungen für diese Vorstellung in einer großartigen Leichtathletik-Arena“, stellte MTV-Trainer Klaus Roloff am Rande des Meetings fest. Und so endete denn auch dieser Wettbewerb erst in den späten Abendstunden.

 Luka Vukcevic musste schon beim Einspringen verletzungsbedingt passen und verzichtete schweren Herzens auf seinen Einsatz. Gentino Trautmann war mit dem Vorhaben angetreten, in letzter Minute mit 4,60 Metern doch noch die Zulassung für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften unter Dach und Fach zu bringen. Eingestiegen bei vier Metern, behielt der MTVer in der U20-Klasse bis 4,50 Meter eine weiße Weste, da er jede Höhe auf Anhieb überflog. Seinen bisher besten Sprung überhaupt zeigte er dann bei 4,60 Metern, doch in allen drei Versuchen fiel die Latte, so dass das Projekt „DM-Quali“ auf den Sommer verschoben werden musste. Immerhin war er der Einzige, der in diesem skurrilen Wettkampf den Überblick behielt und eine persönliche Bestleistung erreichte.

Da keiner von Gentinos Konkurrenten aus einem illustren Springerfeld die 4,60 Meter schaffte, fand sich der MTVer plötzlich unerwartet auf dem ersten Rang wieder. Er wusste im ersten Moment jedoch nicht so recht, ob er sich ob der verpassten DM-Norm darüber freuen sollte.

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