Sonntag, 27. September 2020
Samstag, 29. August 2020

TV Stadtoldendorf verliert Testspiel gegen SV Alfeld mit 19:25 (11:11)

Beim TV Stadtoldendorf war Rade Radjenovic (Mitte) bester Mann. Foto: hep

Stadtoldendorf. Rund einem Monat vor dem Saisonstart hat der TV Stadtoldendorf am Sonnabend nach langer Abstinenz wieder ein Handballspiel bestritten. Den ersten Test hat der Handball-Oberligist gegen den Verbandsligisten SV Alfeld absolviert. Eine Spielklasse Unterschied, die im Spielverlauf nicht zum Tragen gekommen ist. Am Ende musste sich der TV sogar mit 19:25 (11:11) geschlagen geben.Das Team von Dominik Niemeyer ist noch mitten in der Vorbereitung, mit viel Arbeit vor sich. Insgesamt zeigte der Oberligist samt den Neuzugängen Potenzial, auf das bis zum Saisonstart aufgebaut werden kann. 

„Wir haben noch fünf Wochen harter Arbeit vor uns“, sagte TV-Geschäftsführer Volker Gnioth nach dem ersten Testspiel des TV Stadtoldendorf. Denn die Niemeyer-Männer waren von einer Oberligaform noch weit entfernt. Den Charakter eines Saisonspiels hatte die Begegnung am Abend noch nicht. Ernstgenommen haben diesen Test aber beide Teams. Von einem 1,5-Meter-Corona-Sicherheitsabstand war hier natürlich nichts zu sehen. Bei vollem Körperkontakt schenkten sich der TV 87 und der SV Alfeld rein gar nichts. Wie zu erwarten zeigte sich aber, dass beide Teams in der Vorbereitung bis dato eher auf Fitness setzten anstelle von spielerischen Einheiten. Prinzipiell ging es hier aber auch nicht ums Gewinnen oder Verlieren. Das Ziel war es, langsam Spielpraxis zu bekommen und verschiedenes auszuprobieren. So spielte zum Beispiel TV-Mann Marcel Krüger flexibel auf der halblinken oder halbrechten Position sowie im Innenblock. Über weite Strecken bestand dieser aber aus Rade Radjenovic und Thilo Hotopp, der den Platz von Abgänger Eimantas Grimuta einnahm.  Der 30-jährige Kreisläufer und Neuzugang Hotopp zeigte beim ersten Auftritt im blau-weißen Trikot keine Scheu vor den neuen Kollegen. Seine Defensivkommandos waren, befeuert durch eine leere Halle, lautstark zu hören. Sattelfest waren die Abstimmungen im neu formierten Innenblock mit Radjenovic aber noch nicht. Im Angriffsspiel war Neuzugang Hotopp dagegen in vielen Fällen noch zu langsam. Die SV-Defensive war am Kreis häufig reaktionsschneller. Die Offensive zeigte grundsätzlich ein ähnliches Bild wie die Defensive. Vereinzelt kam der TV mit guten Vorstößen, doch insgesamt fehlt noch der nötige Spielfluss. Der auffälligste Mann auf Seiten der Homburgstädter war dabei Rade Radjenovic, der sich mit seiner Wendigkeit immer wieder erfolgreich durchsetzte. Nach 30 Minuten trennten sich die Teams aber erst mal mit einem gerechten 11:11-Unentschieden.

Nach der Pause veränderte sich nicht viel. Die Lücken, die der TV in Hälfte eins in der Abwehr hatte, ließen sich auch in der zweiten Halbzeit nicht schließen. Immer wieder kam der SV zu einfachen Toren. Außerdem profitierten die Gäste von der nachlässigen Chancenverwertung des TV.  Der SV Alfeld, der bereits mehrere Testspiele absolvierte hatte, erwies sich nun als treffsicherer und zielstrebiger. Somit konnten sich die Männer in Grau-Grün langsam absetzen und eine Führung herausspielen, die sie bis zum Spielende auch nicht mehr hergaben. Die Partie endete letztlich mit einer 19:25-Niederlage für den TV Stadtoldendorf. Daran konnten auch gute Torhüterleistungen von Robert Drechsler und Neuzugang Fabian Ullrich nichts ändern. Unterm Strich ein Ergebnis, das TV-Geschäftsführer Volker Gnioth natürlich nicht zufrieden stellte, aber auch nicht groß überraschte: „Am Ende hat sich ganz klar gezeigt, dass wir in der Halle kaum Trainingseinheiten hatten. Wir haben zu viele freie Würfe verschossen und zu viele Tempogegenstöße bekommen. Alfeld ist zum jetzigen Zeitpunkt schon weiter als wir und hat mehr Spiele absolviert. Das war heute ausschlaggebend. Grundsätzlich ist das zum jetzigen Zeitpunkt aber zu erwarten gewesen. Wir haben jetzt noch fünf Wochen, die wir nutzen werden, um für die Saison bereit zu sein. Der Dämpfer hier tut uns ganz gut, damit jeder weiß, woran er in den nächsten Wochen arbeiten muss.“

TV Stadtoldendorf: Fabian Ullrich, Robert Drechsler, Andre Michael, Marcel Krüger, Arnold Schorich, Rade Radjenovic, Lars Knocke, Deivas Eidukonis und Stefan Milovic. (tp)