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Donnerstag, 06. Mai 2021

Die Feuersalamander im Hooptal

Eine kleine Auswahl an Salamander-Fotos des Naturfotografen Karl Müller aus Stadtoldendorf.

Stadtoldendorf/Negenborn. Das Hooptal – ein optimaler Lebensraum für mehrere Amphibienarten. Eine Art, der Feuersalamander, fällt besonders durch seine Größe und Färbung auf – nämlich schwarz-gelb. Farbvarianten schwarz-orange-rot kommen auch vor, sind aber sehr selten. Die in unserer Region am häufigsten vorkommende Art ist der gebänderte Salamander. Seine Färbung dient auch als Warnung für Fressfeinde: „Vorsicht, ich bin giftig!“ Er sondert über die Haut ein ätzendes Sekret ab. Die Farbzeichnung eines jeden Tieres ist einmalig, sie kann mit unserem Fingerabdruck verglichen werden.

Neben einigen wenigen Fressfeinden sind die Salamander insbesondere zwei großen Gefahren ausgesetzt. Im Hooptal ist dies der Straßenverkehr. Wenn sie zur Laichzeit aus ihrem Lebensraum an Land ihr Laichgewässer, den Forstbach, aufsuchen wollen, müssen sie die Straße im Hooptal überqueren. Hierbei gab es jedes Jahr große Verluste.

Eine weitere große Gefahr ist ein neu entdeckter Chytrid-Pilz. Bei Befall stirbt der Salamander in kürzester Zeit. In Teilen von NRW hat der Pilz schon ganze Bestände vernichtet. 

Seit April 2020 sind die vom Kreistag beschlossenen Schranken im Hooptal in Betrieb. Die Frage aus heutiger Sicht (April 2021), ob sich die Schranken bewährt haben, muss eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Bei immer wiederkehrenden Beobachtungen bei entsprechendem Wetter, konnten bis heute keine neuen „Verkehrsopfer“ festgestellt werden.

Es zeigt sich, Einsatz und Überzeugungsarbeit lohnt sich, ein Danke an alle hieran  Beteiligten.  (Karl Müller)

Mehr lesen Sie im TAH am 22. April 2021

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