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Dienstag, 20. April 2021

Metallindustrie: IG Metall setzt Warnstreiks auch im Kreis Holzminden fort

Die Warnstreiks werden auch im Kreis Holzminden ausgeweitet.

Kreis Holzminden. Trotz der durch die Corona-Pandemie erschwerten Rahmenbedingungen ist die IG Metall mit dem Verlauf der Warnstreiks zufrieden. Die Warnstreiks werden in dieser Woche auch im Kreis Holzminden ausgeweitet, teilt die Gewerkschaft mit.
„Bereits am Montag dieser Woche setzten die Beschäftigten bei Itron (Hameln) und Kelvion (Sarstedt) Warnstreiks fort“, kündigt Karoline Kleinschmidt, erste Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, weitere Warnstreiks an. In der vergangenen Woche hatten sich 2640 Beschäftigte aus 14 Unternehmen der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie an den Warnstreiks, die in Form von Frühschlussaktionen durchgeführt worden waren, beteiligt.
Nach Angaben der Gewerkschaft werden im Verlauf dieser Woche bei der Aerzener Maschinenfabrik (Aerzen), Howmet Aerospace (Hildesheim), Kögel PurFerro (Alfeld), KSM Castings (Hildesheim), Lenze Automation, Lenze Drives, Lenze OP, Lenze SE sowie Lenze Vertrieb (alle Groß Berkel), Premium Stephan (Hameln), SEG Automotive (Hildesheim), Stiebel Eltron (Holzminden) und bei Transnorm System (Harsum) Warnstreiks stattfinden. „Die Beschäftigten stehen zu ihren Tarifforderungen“, stellt Karoline Kleinschmidt mit Blick auf die Verhandlungsführung der Arbeitgeber in Niedersachsen fest.
Die IG Metall fordert eine Entgelterhöhung von vier Prozent, die je nach wirtschaftlicher Situation des jeweiligen Unternehmens zur Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen oder für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung eingesetzt werden kann. Außerdem sollen mit Zukunftstarifverträgen passgenaue betriebliche Lösungen gefunden werden, die Zusagen für Investitionen, Standorte, Beschäftigung, Qualifizierung sowie Übernahme der Dual Studierenden enthalten.
Die Arbeitgeber in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie habe der IG Metall bisher kein seriöses Verhandlungsangebot unterbreitet. Sie beharren unverändert auf ihre Gegenforderungen: Nullrunde in 2021, für 2022 können sie sich vorstellen, zunächst einen Einmalbetrag zu zahlen und im Verlauf des zweiten Halbjahres eine tabellenwirksame Entgelterhöhung zu zahlen mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberverbände in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen kommen mit einer noch weiterreichenden Gegenforderung. Sie wollen zukünftig die Höhe des zusätzlichen Urlaubsgeldes sowie der tariflichen Sonderzahlungen an wirtschaftliche Kennzahlen binden - also bei Bedarf das Jahreseinkommen der Beschäftigten senken.

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