Donnerstag, 22. Oktober 2020
Montag, 16. Juli 2018

Streik bei Fiat wegen Ronaldo-Transfers zu Juventus Turin fehlgeschlagen

Cristiano Ronaldo auf dem Weg zum Medizin-Check in Turin
Der angekündigte Streik in einem Fiat-Werk wegen des Millionentransfers von Fußballstar Cristiano Ronaldo zum italienischen Verein Juventus Turin ist fehlgeschlagen. - (AFP / AFP )


Der angekündigte Streik in einem Fiat-Werk wegen des Millionentransfers von Fußballstar Cristiano Ronaldo zum italienischen Verein Juventus Turin ist gründlich fehlgeschlagen. Nur fünf der 1700 Angestellten im Fiat-Werk im süditalienischen Melfi seien dem Aufruf gefolgt, teilte ein Konzernsprecher am Montag mit. Die kleine Gewerkschaft USB hatte wegen der 100 Millionen Euro Ablösesumme einen dreitägigen Streik ab Sonntag angekündigt.

Fiat-Chrysler hat seinen Hauptsitz in Turin und gehört ebenso wie Juventus zu großen Teilen der Unternehmerdynastie Agnelli. Die Gewerkschaft drängte die Besitzer angesichts der teuren Verpflichtung von Ronaldo, das Geld lieber in "tausend Menschen statt nur einen zu investieren".

Aber die Arbeiter hätten verstanden, "dass es sich um eine instrumentalisiere Protestaktion" einer Organisation "ohne wirkliche Repräsentativität" gehandelt habe, erklärte der Konzern am Montag. Die Beachtung, die dem Streikaufruf geschenkt worden sei, sei völlig unverhältnismäßig gewesen.

USB war die einzige Gewerkschaft, die zu dem Streik aufgerufen hatte. Die größte Gewerkschaft in der italienischen Autobranche, die CGIL-Fiom, hatte erklärt, sie sei "nicht interessiert" an Arbeitsniederlegungen, weil sie "wichtigere Dinge" zu tun habe.

Ronaldo wechselt zur neuen Saison vom spanischen Top-Verein Real Madrid zum italienischen Rekordmeister Juve. In Turin soll der 33-jährige portugiesische Nationalspieler Berichten zufolge 30 Millionen Euro Jahresgehalt bekommen.

In Turin wurde der Star am Sonntag euphorisch begrüßt. Am Montag begab er sich zu einem Medizin-Check, später soll er den Vertrag bei Juventus offiziell unterschreiben.

Mailand (AFP) / © 2018 AFP